Medizinische Konzeptionen
Medizinische Leistungen und Therapieprogramme
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Medizinische Konzeption der MediClin Baar Klinik

Als Fachklinik für Psychosomatik und Verhaltensmedizin sehen wir unseren Behandlungsauftrag auch darin, bei verhaltensbedingten somatischen Erkrankungen oder z.B. Anpassungsstörungen infolge somatischer Erkrankungen einen erweiterten interdisziplinären Zugang anzubieten. Insbesondere Sekundärprävention stellt hier eine weitere wesentliche Zielsetzung dar. An den Schnittstellen zur Organmedizin, insbesondere zur Inneren Medizin, findet ein Wechsel und eine Erweiterung der psychosomatischen Therapie zu einem Psychotraumakonzept statt.

Die MediClin Baar Klinik verfügt bei der Behandlung von Störungen über eine langjährige Erfahrung und eine entsprechende Kompetenz. Diese erstreckt sich auf das ganze Gebiet der psychotherapeutischen Medizin. Der Psychotherapieansatz ist verhaltenstherapeutisch und integriert aus anderen Therapierichtungen ein weites Spektrum weiterer Verfahren und Techniken.

Strukturierte Maßnahmenplanung

Grundgedanke des Gruppentherapieangebotes der Klinik ist, möglichst vielen Patienten eine Teilnahme an Therapiegruppen zu ermöglichen.

Wir decken einen großen Bereich der bei uns behandelnden Störungsbilder in Form von Vorträgen und psychoedukativen Gruppentherapien ab.

Wir schaffen die Voraussetzungen und den organisatorischen wie inhaltlichen Überblick für die sich anschließende differente Psychotherapie.

Nach Erhebung der Anamnese und Diagnostik ergeben sich individuelle Therapieziele. Diese werden im Therapieprogramm angepasst und umgesetzt. Mit der Kombination von verschiedenen Therapieschwerpunkten ergeben sich bedarfsgerechte, komplex strukturierte Therapieabläufe.

  • Zu den Hauptstörungsbildern (Angst und Zwang, Depression, Stress und Anpassungsstörung sowie berufliche Probleme, Gesundheitsverhalten) werden Vorträge gehalten.
  • Im Wesentlichen sind unsere indikativen Gruppentherapien auf die Dauer von zwei bis drei Wochen angelegt. Die Gruppen finden möglichst als offene Gruppen statt, so dass wöchentlich Aufnahmen und Entlassungen möglich sind. Durch offene Gruppenkonzepte erreichen wir, dass möglichst wenige Therapien bei Urlaub oder längerer Erkrankung ausfallen.
  • Wir haben uns bemüht, einerseits ein differenziertes Therapieangebot anzubieten, es andererseits so zusammenzufassen und zu vereinheitlichen, dass eine überschaubare und rationale Therapieplanung möglich wird. Eine individuelle Verlängerung oder Verkürzung im Rahmen einer sinnvollen Gesamtbehandlungsplanung ist so möglich.
  • Mit unserer Klinikinternen Zeitplanung und Disposition gewährleisten wir eine möglichst freie Kombinierbarkeit der verschiedenen Therapieangebote, sodass eine individuelle Therapieplanung möglich ist.
  • Dadurch das die Therapieziele unserer Patienten von mehreren Therapeuten gemeinsam verfolgt werden, bieten wir einen nicht nur differenzierten, sondern auch integrierten Therapieansatz.

Der verhaltenstherapeutische Behandlungsansatz hat ein typisches Vorgehen:

  • Klärung von Diagnose und krankheitsbedingten Beeinträchtigungen
  • Festlegen von Therapiezielen gemeinsam mit dem Patienten
  • Festlegen kleiner, realistischer Behandlungsschritte
  • Übendes Vorgehen schon während des stationären Aufenthaltes
  • Kontinuierliche gemeinsame Bewertung der Umsetzung und der Erfolge
  • Langfristige Behandlungsplanung mit Blick auf die Zeit daheim
  • Rückfallvorbeugung und Ausdehnung bzw. Verallgemeinerung von Therapieerfolgen

Wichtige Schritte zur Gesundung sind:

  • Verstehen von Biographie und Krankheitsentwicklung bzw. bisherige Krankheitsbewältigung, auch im beruflich-sozialen Kontext
  • Erkennen der eigenen Belastungsfaktoren
  • Verarbeiten und Integrieren dieser Belastungen
  • Umgang mit der Symptomatik und resultierenden Leistungsproblemen, Entwickeln von Bewältigungsstrategien
  • Entwickeln einer nachhaltigen und positiven sozialen und beruflichen Perspektive
  • Aktivierung von persönlichen Ressourcen
  • Einübung einer gesunden und bewussten Lebensführung
  • Reintegration in das Berufsleben
  • Schulung und Beratung für die poststationäre Phase
  • Einleitung von weiterführenden Maßnahmen